2017 - Kulturkreis

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Pressebericht Christel Görtler,       15.Februar 2017

Fahrt nach Frankfurt – Museumsbesuch Städel


Wie in jedem Jahr fuhr der Kulturkreis Großgemeinde Ranstadt mit einer Gruppe kulturinteressierten zu einem Besuch in das Städel.
Direkt am Mainufer gelegen, zählt das Städel zu den wichtigsten Kunstmuseen der Welt. 1815 als bürgerliche Stiftung von dem Bankier und Kaufmann Johann Friedrich Städel begründet, gilt das Städel heute als älteste und bedeutendste Museumsstiftung in Deutschland. Die Vielfalt der Sammlung bietet einen nahezu lückenlosen Überblick über 700 Jahre europäische Kunstgeschichte – vom frühen 14.Jahrhundert über die Renaissance, den Barock und die klassische Moderne bis in die unmittelbare Gegenwart. Seit dem 200. Jubiläumsjahr präsentiert sich das Städel mit zahlreichen hochkarätigen Ausstellungsprojekten. Einen besonderen Schwerpunkt setzt das Museum auf den Ausbau seiner digitalen Vermittlungs-Angebote, die ein frei zugängliches alternatives Angebot zum klassischen Museumsbesuch bieten.
Mit Liebe zur Kunst und kenntnisreich stellte der Kunsthistoriker Pascal Hess der Ranstädter Gruppe mit seiner facettenreichen Sprache sieben Gemälde aus der Sammlung
„Alte Meister“ vor.
1. Die sogenannten „Flemaller Tafeln“, Gnadenstuhl, Heilige Veronika und Stillende Madonna, die Bilder gehörten ursprünglich zu einem großen Flügelaltar. Meister von Flemalle ist der Notname eines etwa von 1410 bis 1440 tätigen flämischen Malers. Der unbekannte Künstler erhielt seinen Notnamen nach diesen Bildtafeln, die zu den bedeutendsten und rätselhaftesten Werken der altniederländischen Malerei gehören. Der Aachener Tuchhändler Ignaz von Houtem überbrachte sie 1849 dem Städel mit der Erklärung, sie stammten angeblich aus der „Abtei von Flemalle.

2. Hans Holbein dem Älteren, 1460-1524 deutscher Maler der Renaissance. “Bildnis eines Angehörigen der Augsburger Familie Weiss“, Von Hans Holbein dem Jüngeren (sein Sohn)  „Bildnis des Simon George of Cornwall“, um 1535, mit diesem Bild bewarb sich der englische Adelige Simon George um die Hand einer standesgemäßen jungen Frau.

3. Ein besonderes Gemälde von dem Niederländer Pieter Aertsen1509-1575, “Markstück mit Christus und der Ehebrecherin“. Diese Marktszene ist eine wichtige Vorstufe in der Entwicklung der niederländischen Stillleben-Malerei.

4.  Adrian Brouwer ein flämischer Maler. 1605-1638, ein Spezialist für Bauern- und Wirtshausszenen  , „Der bittere Trank“, um 1636–38

5. Luca Giordano 1634-1705, ein italienischer Maler und Radierer. „Die Jugend von den Lastern versucht“. Der junge Mann wird von mehreren Seiten bedrängt: entzückt schaut der Jüngling auf die Verlockungen der fleischlichen Liebe, doch die Tugend in Gestalt der Menerva hält schützend ihren Schild über ihn.

6. Nicolas Poussin 1594-1665, war ein französischer Maler des klassizistischen Barocks. „Gewitterlandschaft mit Pyramus und Thisbe“, 1651
Dieses Gemälde entstand 1651 in Rom. Literarische Grundlage ist die tragische Romeo-und-Julia-Geschichte um Paramus und Thisbe. Poussin schildert den dramatischen Moment, in dem Thisbe den toten Geliebten entdeckt. Er hatte sich ins Schwert gestürzt, weil er glaubte, Thisbe sei von einer Löwin zerrissen worden.

7. Sandro Botticelli war ein italienischer Maler und Zeichner der frühen Renaissance,
1445-1510, „Weibliches Idealbildnis“, Diese Darstellung ist das Idealbildnis der Simonetta Vespucci – eine junge, mit 16 Jahren verheiratete Adelstochter- in der Rolle einer Nymphe. Sie galt als schönste Frau von Florenz und wurde zur platonischen Geliebten von Giuliano de`Medici.

Die Gruppe hatte anschließend Zeit Kunstwerke nach eigenem Belieben zu erkunden, bis der  Bus die Ranstädter Gruppe  in das Lokal „Wirtshaus im Ostend“ zu einem gemütlichen Austausch und Mittagessen fuhr.

 
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